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Historiker Wolffsohn nach Linken-Sieg in Berlin: „Ich rate jungen Juden: Verlasst es“
„Schuler! Fragen, was ist“
Nach dem Wahlsieg der Linken in Berlin spricht Ralf Schuler mit dem Historiker Michael Wolffsohn über die politische Zukunft der Hauptstadt. Im Mittelpunkt stehen die Verbindungen der Berliner Linken zu propalästinensischen und antisemitisch kritisierten Akteuren, der Umgang mit muslimischen Wählern und die Frage, wie tief Antisemitismus und Israelhass in der politischen Linken verankert sind. Der Jude Wolffsohn spricht außerdem über die Enteignungspläne der Linken und seine eigene Familiengeschichte. Denn seine Familie musste um eine einst arisierte Berliner Wohnanlage kämpfen. Den Historiker erinnern die Pläne der Linken in Berlin an dunkle Zeiten. Es ist ein Gespräch über Demokratie, politische Polarisierung – und über die Frage, ob jüdisches Leben in Deutschland noch sicher ist.
Israelbezogener Antisemitismus und die Bildungsarbeit
Prof. Dr. Stefan Müller/Gesellschaft für kritische Bildung.
Der Antisemitismus ist nach dem 7. Oktober auch gerade im Umfeld von Bildungseinrichtungen weiter erstarkt. Wie kann eine Bildung über und gegen Antisemitismus heute aussehen? Über Möglichkeiten und Grenzen im Umgang mit israelbezogenen Antisemitismus sprachen wir mit Prof. Dr. Stefan Müller. Stefan Müller ist Professor für Bildung und Sozialisation unter Bedingungen sozialer Ungleichheiten an der Frankfurt University of Applied Sciences. Zu seinen aktuellen Forschungsprojekten gehören: „Antisemitismus im Kontext Schule. Perspektiven von jüdischen und nicht-jüdischen Jugendlichen, Lehrkräften und der Sozialarbeit“ (mit Julia Bernstein, Beate Küpper und Andreas Zick), BMBFSFJ sowie „Antisemitismus an Hochschulen in Hessen aus jüdischen und nicht-jüdischen Perspektiven“ (mit Julia Bernstein und Katja Adl-Amini), HMWK.
Campus Antisemitismus – die Epigonen
Prof. Dr. Monika Schwarz-Friesel
„Campus Antisemitismus: die Epigonen – zur langen Tradition gebildeter Judenfeindschaft“ – Online-Vortrag von Prof. Dr. Monika Schwarz-Friesel beim Forum Neuzeit der HHU Düsseldorf am 26. Juni 2026.
Seit dem antisemitischen Massaker des 7. Oktober 2023 und den Empathie-Verweigernden sowie Täter-Opfer-umkehrenden Reaktionen, die darauf folgten, hat der universitäre Antisemitismus an deutschen Hochschulen massiv zugenommen und zeigt ein alarmierendes Ausmaß. Die Virulenz der antisemitischen Campus-Aktivitäten und deren marginalisierende Umdeutungen als „Debattenkultur“ und „Meinungsfreiheit“ hat zu einer Normalisierung von Antisemitismen geführt und zur Absenkung der Tabuisierungsschwelle in Bezug auf den ohnehin seit Jahren dominanten israelbezogenen Judenhass geführt. Der Vortrag erörtert die toxische Allianz von Akteuren und deren akademischen Unterstützern und zeigt Parallelen zur historischen Judenfeindschaft des gebildeten Diskurses auf. Der aktuelle Campus-Antisemitismus basiert epigonenhaft auf den uralten Mustern anti-judaistischer Entwertung und re-aktiviert Erlösungsphantasien des eliminatorischen Antisemitismus, bewegt sich zwischen virulenter Aggressivität und opportuner Anpassung, und zeigt als „Echo der Vergangenheit“ die ungebrochene Kontinuität judenfeindlicher Konzeptualisierungen und Manifestationen.
Zwischen Boykott, Bedrohung und Schweigen.
Prof. Dr. Marek Sierka
Vortrag von Prof. Dr. Marek Sierka, Universität Jena. „Zwischen Boykott, Bedrohung und Schweigen. Angriffe auf jüdische und israelische Wissenschaftler an deutschen Hochschulen nach dem 7. Oktober 2023“
Gibt es einen Konsens? Der Genozidvorwurf gegen Israel
Dr. Verena Buser
Vortrag von Dr. Verena Buser, Stellvertreterin Antisemitismusbeauftragter Brandenburg / Western Galilee College, Akko zur Frage: „Gibt es einen Konsens? Der Genozidvorwurf gegen Israel“ aus unserer Vortragsreihe: „Aktuelle Perspektiven auf Antisemitismus im deutschsprachigen Raum“.
Kaum ein Vorwurf trifft Israel und Jüdinnen und Juden weltweit so gezielt wie der des Genozids in Gaza. Er klingt nach moralischer Eindeutigkeit, doch er hält der wissenschaftlichen Prüfung nicht stand.
In ihrem neuen Vortrag seziert Dr. Verena Buser – Holocaust- und Genozidforscherin und Stellvertreterin des Antisemitismusbeauftragten des Landes Brandenburg – die Anatomie dieses Vorwurfs. Der Genozid am 7. Oktober 2023 hatte einen klaren Täter und ein klares Ziel: Die Hamas hat ihre Vernichtungsabsicht nie verborgen, sondern gefeiert. Wer das ausblendet und stattdessen den sich verteidigenden jüdischen Staat anklagt, betreibt keine Aufklärung, sondern eine moderne Ritualmordlegende im akademischen Gewand.
Der Antisemitismus des iranischen Regimes und die deutsche Iran-Politik
Prof. Dr. Stephan Grigat
Mit dem Terrorüberfall der Hamas am 07. Oktober 2023 auf Israel kam es auch in Deutschland zu einer Zäsur und einem massiven Anstieg antisemitischer Äußerungen und Gewalttaten. In dieser Vortragsreihe werden verschiedene Aspekte aktueller Ausprägungsformen von Antisemitismus beleuchtet. Nach einem kurzen Input der jeweiligen Expertinnen und Experten, gibt es die Möglichkeit für Fragen, Austausch und Diskussion.
Antisemitismus und postkoloniale Theorie
Dr. Ingo Elbe
Antisemitismus und postkoloniale Theorie „Der ‚progressive‘ Angriff auf Israel, Judentum und Holocausterinnerung“ Vortrag und Gespräch mit Dr. Ingo Elbe (Universität Oldenburg) vom 📅 28. April 2026 in der Stadtbibliothek Friedberg. Im Zentrum des Abends steht die kritische Auseinandersetzung mit postkolonialen Theorieansätzen und ihren Deutungen von Judentum, Zionismus und Schoa. Diskutiert werden mögliche theoretische Verzerrungen, die begriffliche Vermischung von Antisemitismus und Rassismus sowie aktuelle gesellschaftspolitische Entwicklungen im Kontext des Nahostkonflikts und der Reaktionen auf den 7. Oktober 2023. Eine Veranstaltung des Deutschen Koordinierungsrates der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit (DKR).
https://www.youtube.com/live/E-ysdJypqko
Das Gerücht über die IHRA-Definition
Andreas Stahl
Schon lange vor dem 7. Oktober 2023 lief in akademischen und öffentlichen Räumen eine Diskussion darüber, wie Antisemitismus zu definieren sei und welche Rolle israelbezogener Antisemitismus dabei spiele. Die 2016 beschlossene und von zahlreichen Staaten anerkannte Arbeitsdefinition von Antisemitismus der „International Holocaust Remembrance Alliance“ (IHRA) wird in den letzten Jahren zunehmend stärker angegriffen.
Politischer Antisemitismus im postfaktischen Zeitalter
Prof. Dr. Lars Rensmann zum Thema „Politischer Antisemitismus im postfaktischen Zeitalter – Formen, Ursachen, Kontroversen in Demokratien des 21. Jahrhunderts“.
Aus unserer Vortragsreihe „Antisemitismus im akademischen Bereich und aus der Mitte der Gesellschaft.“
Campus Antisemitismus und Anti-Israel-Gruppen in den USA
Prof. Dr. Günther Jikeli, Indiana University Bloomington, zum Thema „Campus Antisemitismus und Anti-Israel-Gruppen in den USA“.
Aus unserer Vortragsreihe „Antisemitismus im akademischen Bereich und aus der Mitte der Gesellschaft.“
Antisemitismus in den Medien: Ein Vortrag von Prof. Dr. Dr. Monika Schwarz-Friesel
Im Rahmen der Kölner Mediengespräche am 04. November 2025 hielt Prof. Dr. Dr. Monika Schwarz-Friesel einen Vortrag über Antisemitismus in den Medien
Historikerstreit 2.0 – taz Talk mit Lars Rensmann und Ingo Elbe
taz-Gespräch mit Lars Rensmann und Ingo Elbe zur deutschen Erinnerungskultur: Anmerkungen zum Historikerstreit 2.0. Moderation: Jan Feddersen, taz-Redaktion
Antisemitismus und Postkolonialismus: Eine gefährliche Nähe
Evangelische Akademie Frankfurt – Ingo Elbe zusammen mit Monika Albrecht
Postkolonialismus-Apologetik nach dem 7. Oktober
Postkolonialismus-Apologetik nach dem 7. Oktober. Eine kritische Analyse. Online-Vortrag und Gespräch für die Gesellschaft für kritische Bildung
(Ingo Elbe zusammen mit Monika Albrecht)
Postkolonialismus, Antisemitismus und Israel: Ingo Elbe im Gespräch
Postkolonialismus, Antisemitismus und Israel: Ingo Elbe im Gespräch. Mena-Watch Talk 2025 (Video) (im Gespräch mit Florian Markl)
Dr. Jakob Baier – Antisemitismus in populärer Musik als jugendkulturelles Phänomen
Teil der Vortragsreihe „Jüdisches Leben seit dem 7. Oktober 2023“. Vortrag vom 11. Juni 2025: Vortrag zum Thema „Antisemitismus in populärer Musik als jugendkulturelles Phänomen“ von Dr. Jakob Baier (Universität Bielefeld).
Solveig Hennebert – Memories of anti-Semitism in France
Teil der Vortragsreihe „Jüdisches Leben seit dem 7. Oktober 2023“ Vortrag vom 21. Mai 2025 18:00 – 21. Mai 2025 19:15 Nach dem Angriff der islamistischen Terrororganisation Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 ist ein Anstieg antisemitischer Äußerungen und Gewalttaten weltweit festzustellen. Neben dem Bedienen altbekannter judenfeindlicher Klischees ist insbesondere der Israelbezogene Antisemitismus en vogue geworden. Die Vortragsreihe hat zum Ziel, Jüdisches Leben in Europa seit dem 7. Oktober 2023 aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten.
Dr. Yael Danieli – Reflecting on Findings of Intergenerational Legacies of the Shoah after October 7th
„Vortrag am 30.04.2025 im Rahmen der Ringvorlesung Jüdisches Leben seit dem 7. Oktober 2023, Netzwerk jüdischer Hochschullehrender in Deutschland, Österreich und der Schweiz“
In diesem eindrucksvollen Vortrag spricht Dr. Yael Danieli – international renommierte Psychologin, Pionierin der Trauma-Forschung und langjährige UN-Beraterin – über die psychologischen Langzeitfolgen erlebter Gewalt. Ausgehend von ihrer jahrzehntelangen Arbeit mit Überlebenden der Shoah und deren Nachkommen, beleuchtet sie die Dynamiken transgenerationaler Traumatisierung.
Ein besonderer Fokus liegt auf der Frage, wie die Ereignisse des 7. Oktober 2023 das generationenübergreifende Trauma von Holocaust-Überlebenden und deren Nachkommen reaktivieren. In anschließender Diskussion teilen auch die Zuhörer ihre Erfahrungen.
Themen: transgenerationale Traumata, Holocaust, psychologische Nachwirkungen kollektiver Gewalt, Erinnerungskultur, reparative Gerechtigkeit
Zielgruppe: Fachpublikum aus Psychologie, Sozialwissenschaften, Geschichte, Politik, Antisemitismusforschung sowie alle, die sich für Trauma-Arbeit und Menschenrechte interessieren.
Konferenz des Tikvah Instituts: Antisemitismuskritische Antisemitismusforschung nach dem 7.10.2023 in Kooperation mit dem Netzwerk Jüdischer Hochschullehrender
Was sagen neuere Studien zum Antisemitismus in Deutschland? Was muss getan werden, um der gegenwärtigen Situation auf Forschungsebene gerecht zu werden? Wie reagierte der Wissenschaftsbetrieb auf die antisemitische Welle, die nach dem Massaker der Hamas durch unsere Gesellschaft rollte?
Prof. Dr. Monika Schwarz-Friesel & Markus Weiß Antisemitismus & Trauma
Vortrag zum Thema Antisemitismus und Trauma von Prof. Dr. Monika Schwarz-Friesel und Markus Weiß.
Prof. Dr. Alfred Bodenheimer – Sinn und Unsinn von Antisemitismus-Definitionen
Vor dem Hintergrund einer heftigen gesellschaftlichen Diskussion über das Aufflammen des Antisemitismus liegt es nahe zu definieren, was Antisemitismus überhaupt ist. Im Vortrag werden zunächst die beiden heute geläufigsten Antisemitismusdefinitionen in den Blick genommen und daraufhin untersucht, wie hilfreich sie sind.

Prof. Dr. Monika Schwarz-Friesel – Antisemitismus & Sprache
Vortrag zum Thema Antisemitismus und Sprache von Prof. Dr. Monika Schwarz-Friesel von der Technischen Universität Berlin.
Johannes Sosada – Antisemitismus & Social Media
Vortrag zu Antisemitismus & Socia Media von Johannes Sosada (Konrad Adenauer Stiftung).
Situation von Jüdinnen und Juden an deutschen Hochschulen nach dem 7. Oktober
Vortrag zur Situation von Jüdinnen und Juden an deutschen Hochschulen nach dem 7. Oktober von Prof. Dr. Julia Bernstein (UAS Frankfurt), Vorsitzende des Netzwerks jüdischer Hochschullehrender in Deutschland, der Schweiz und Österreich, im Rahmen der Ringvorlesung „Nach dem 7. Oktober: Wo beginnt der Antisemitismus gegen Israel?“ an der Hochschule Hannover am 10.10.2024, Konzept und Organisation: Prof. Dr. Wolfram Stender.
Antisemitische Vorurteile & Ressentiments
Nach dem Angriff der islamistischen Terrororganisation Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 ist ein Anstieg antisemitischer Äußerungen und Gewalttaten weltweit festzustellen. Neben dem Bedienen altbekannter judenfeindlicher Klischees ist insbesondere der israelbezogene Antisemitismus en vogue geworden. Die Vortragsreihe hat zum Ziel, den modernen Antisemitismus in seiner Funktionslogik aufzuschlüsseln sowie dessen gesellschaftliche Auswirkungen zu beleuchten. Vortrag: Prof. Dr. Julia Bernstein, Frankfurt University of Applied Sciences Moderation: Prof. Dr. Vladimir Shikhman, Technische Universität Chemnitz
Vortrag im Rahmen der Veranstaltung Weltbilder der Kunst zum Antisemitismus
Gerade im individualistischen Kunstfeld sind Erzählungen von kollektiver Solidarität besonders attraktiv. Das dortige Selbstverständnis, an der Seite von Marginalisierten und Unterdrückten zu stehen, begünstigt die Vorstellung von einer manichäisch in gut und böse aufgeteilten Welt. Diese stark vereinfachte Weltsicht ist für Antisemitismus besonders anschlussfähig. In Teilen des postkolonialen Diskurses werden Jüdinnen und Juden als privilegiert angesehen. Als Opfer dürfen sie nur in der Vergangenheit in Erscheinung treten. Nicht zuletzt die im Kunstfeld stark affirmierte BDS-Bewegung propagiert eine Form der Solidarität, die Gewalt und Chauvinismus ignoriert, solange sie von der vermeintlich richtigen Seite ausgehen.
Fachtagung: Umgang mit Antisemitismus in der Schule
Gemeinsame Fachtagung des Zentralrats der Juden in Deutschland, der Kultusministerkonferenz und der Bund-Länder-Kommission der Antisemitismusbeauftragten: Umgang mit Antisemitismus in der Schule – Herausforderungen und Umsetzung der gemeinsamen Empfehlung von ZR, KMK und BLK
Antisemitismus an Schulen in Deutschland
Für unseren nächsten #TuesdayTalk haben wir Prof. Dr. Julia Bernstein zu Gast. Die an der Frankfurt University of Applied Sciences dozierende Professorin wird ihr Buch „Antisemitismus an Schulen in Deutschland“ vorstellen. Bernstein legt darin Befunde, Analysen & Handlungsoptionen ihrer Forschung zu Antisemitismus an Schulen dar.