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Ausnahmezustand. Hochschulen im deutschsprachigen Raum seit dem 7. Oktober – Zeugnisse von Betroffenen
Gerne möchten wir Ihnen hier den für den 5. August 2026 beim Wallstein Verlag angekündigten Band
„Ausnahmezustand. Hochschulen im deutschsprachigen Raum seit dem 7. Oktober – Zeugnisse von Betroffenen“
herausgegeben von Julia Bernstein, Alfred Bodenheimer und Elisabeth Schilling ankündigen.
Der Band ist im Kontext der Arbeit des Netzwerks jüdischer Hochschullehrender in Deutschland, Österreich und der Schweiz entstanden und versammelt Essays sowie Interviews von und mit über sechzig an Hochschulen in Deutschland, Österreich und der Schweiz tätigen Personen, die durch ihre jüdische Zugehörigkeit oder durch ihre fachliche Beschäftigung mit den Themen Judentum oder Antisemitismus geprägt sind. Sie berichten über ihre persönlichen Erfahrungen, Beobachtungen und Einschätzungen seit dem 7. Oktober 2023.
Es handelt sich um persönliche Äußerungen von Menschen mit ganz unterschiedlichen Biografien, Fachgebieten und Weltanschauungen, die letztlich vor allem einen sicheren und diskriminierungsfreien Raum einfordern, um ihrer akademischen Tätigkeit nachzugehen. Erst wer erkennt, wie tief die Veränderung der Atmosphäre in die Befindlichkeit dieser Menschen eingreift, kann ermessen, in welchem moralischen Notstand sich heute der Hochschulbereich und letztlich auch die ihn umgebende Gesellschaft befindet.
Detaillierte Angaben zum Band finden Sie hier:
https://www.wallstein-verlag.de/9783835361928-ausnahmezustand.html
Wir würden uns freuen, wenn der Band, dem wir eine hohe gesellschaftspolitische Relevanz zumessen, Ihr Interesse findet.
Mit freundlichen Grüßen
Julia Bernstein
Roglit Ishay
Ilja Kogan
Marek Sierka
ANTISEMITISMUS DEFINIEREN. ANLEITUNG ZUR ABGRENZUNG
Während die Diskussionen um Antisemitismusdefinitionen immer unzugänglicher werden, hat die Ideologie in ihrer öffentlichen Wahrnehmung nichts von ihrem Rätselcharakter verloren.
Die Bestimmung und damit die Bekämpfung von Antisemitismus wird durch zahlreiche alltagspraktische wie akademische Mythen erschwert: Antisemitismus wird unter Rassismus subsumiert, zum Vorurteil gemacht, als Aspekt gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit gelesen oder zum Wahn erklärt. Obwohl diese Deutungsversuche etwas treffen, reduzieren sie Antisemitismus doch immer nur auf einen Teilaspekt.
In »Antisemitismus definieren« machen der Sozialphilosoph Nikolas Lelle und der Sozialpsychologe Tom Uhlig diese Mythen produktiv. Sie fragen nach ihrer subjektiven und gesellschaftlichen Attraktivität, und arbeiten ihren wahren Kern heraus, um einen Antisemitismusbegriff zu gewinnen, der dem Gegenstand gerecht wird.
Detaillierte Angaben zum Band finden Sie hier:
https://www.verbrecherverlag.de/shop/antisemitismus-definieren/

