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Warum man Israel nicht hassen muss, um zu den Guten zu gehören
Herausgegeben von Lisa Geffken, Nikolas Lelle
Verbrecher Verlag, 1. Auflage 2026, 152 Seiten, 18 €
Seit dem 7. Oktober 2023 ist etwas ins Rutschen geraten. Unter israelsolidarischen Linken breitet sich seitdem vorallem ein Gefühl aus: Einsamkeit. Wo einst ein gemeinsames Verständnis darüber herrschte, dass Antisemitismuskritik zu linkem Selbstverständnis und kritischer Gesellschaftstheorie dazugehört, herrscht heute Unsicherheit, Sprachlosigkeit oder gar Feindseligkeit. Wer Israel nicht hasst, gilt plötzlich als verdächtig, manchen gar als gefährlich.
„Warum man Israel nicht hassen muss, um zu den Guten zu gehören“ richtet sich an alle, die an emanzipatorischer Politik festhalten wollen und sich zugleich fragen, warum Israel in linken Kontexten so oft zum negativen Bezugspunkt wird. Wir schauen genauer hin: auf Antisemitismus als kulturellen Code, auch dort wo man sich auf der „richtigen Seite“ wähnt und warum gerade dieses Thema so viele moralische Gewissheiten verspricht.
Dieses Buch versammelt Stimmen, die der Vereinzelung etwas entgegensetzen. Aus unterschiedlichen Perspektiven zeigen Autorinnen, dass ein solidarischer und empathischer Umgang mit Israel kein Widerspruch zu progressiven Werten ist, sondern deren konsequente Fortsetzung. Die Texte handeln vom Ringen um Haltung und bezeugen, dass der Einsatz gegen Antisemitismus ein Prüfstein jeder emanzipatorischen Idee bleibt. Sie erzählen von Enttäuschung und Trotz und von der Möglichkeit einer neuen Verständigung. Das Buch handelt von Menschen, die nicht aufgeben, weil sie an Solidarität als universeller Idee glauben. Auch und gerade mit Jüdinnen:Juden. Ein Buch über Klarheit, Verbindung und den Mut, aus der Einsamkeit herauszutreten.
„Warum man Israel nicht hassen muss, um zu den Guten zu gehören“ ist ein Buch über Aufklärung und Empathie in dunkler Zeit. Ein Band für alle, die spüren, dass es an der Zeit ist, das Nachdenken und die Solidarität mit Israel wieder laut, empathisch und attraktiv zu machen. Es geht um Orientierung, um solidarische Perspektiven und darum, eine klare Position gegen israelbezogenen Antisemitismus zu entwickeln, die nicht vereinsamt, sondern verbindet. Für alle, die weiterkommen wollen.
Mit Texten von Sasha Kirsten Achtelik, Ulrike Becker, Julia Bernstein, Mehmet Can, Ninve Ermagan, Henning Flad, Lisa Geffken, Roglit Ishay, Anetta Kahane, Ilja Kogan, Nikolas Lelle, Juliane Nagel, Nicholas Potter und Marek Sierka.
Weitere Informationen:
https://www.verbrecherverlag.de/shop/warum-man-israel-nicht-hassen-muss-um-zu-den-guten-zu-gehoeren/

Antisemitismus in der Kunst. Kontinuitäten und Entgrenzungen zwischen documenta fifteen und dem 7. Oktober
Herausgegeben von Prof. Dr. Julia Bernstein, Florian Diddens, M.A., Mira Anneli Naß, M.A.
Nomos, 1. Auflage 2026, 780 Seiten
Das Buch verbindet kunst- und sozialwissenschaftliche Analysen des Antisemitismus im Kunstfeld. Ausgehend von der documenta fifteen werden historische Kontinuitäten und aktuelle Erscheinungsformen sichtbar gemacht. Erstmals werden jüdische Perspektiven auf Antisemitismus in der Kunst empirisch untersucht: Eine qualitative Interviewstudie rekonstruiert Erfahrungen jüdischer Künstler:innen und legt spezifische Dynamiken offen. Seit dem 7. Oktober 2023 verschärfen sich diese deutlich – Antisemitismus verdichtet sich in einem Umfeld, in dem Zugehörigkeit und Sichtbarkeit zunehmend infrage stehen.
Open Access:
https://www.inlibra.com/document/download/pdf/uuid/f9ae359e-e452-361d-a3a3-41ab3f26b480
Weitere Informationen:
https://www.nomos-shop.de/de/p/antisemitismus-in-der-kunst-gr-978-3-7560-3361-4

Ausnahmezustand. Hochschulen im deutschsprachigen Raum seit dem 7. Oktober – Zeugnisse von Betroffenen
Gerne möchten wir Ihnen hier den für den 5. August 2026 beim Wallstein Verlag angekündigten Band
„Ausnahmezustand. Hochschulen im deutschsprachigen Raum seit dem 7. Oktober – Zeugnisse von Betroffenen“
herausgegeben von Julia Bernstein, Alfred Bodenheimer und Elisabeth Schilling ankündigen.
Der Band ist im Kontext der Arbeit des Netzwerks jüdischer Hochschullehrender in Deutschland, Österreich und der Schweiz entstanden und versammelt Essays sowie Interviews von und mit über sechzig an Hochschulen in Deutschland, Österreich und der Schweiz tätigen Personen, die durch ihre jüdische Zugehörigkeit oder durch ihre fachliche Beschäftigung mit den Themen Judentum oder Antisemitismus geprägt sind. Sie berichten über ihre persönlichen Erfahrungen, Beobachtungen und Einschätzungen seit dem 7. Oktober 2023.
Es handelt sich um persönliche Äußerungen von Menschen mit ganz unterschiedlichen Biografien, Fachgebieten und Weltanschauungen, die letztlich vor allem einen sicheren und diskriminierungsfreien Raum einfordern, um ihrer akademischen Tätigkeit nachzugehen. Erst wer erkennt, wie tief die Veränderung der Atmosphäre in die Befindlichkeit dieser Menschen eingreift, kann ermessen, in welchem moralischen Notstand sich heute der Hochschulbereich und letztlich auch die ihn umgebende Gesellschaft befindet.
Detaillierte Angaben zum Band finden Sie hier:
https://www.wallstein-verlag.de/9783835361928-ausnahmezustand.html
Als Taschenbuch oder Kindle eBook erhältlich hier:
https://www.amazon.de/Ausnahmezustand-Hochschulen-deutschsprachigen-Zeugnisse-Betroffenen/dp/3835361929
Rezension (übersetzt aus dem Niederländischen):
https://www-antisemitismenieuws-nl.translate.goog/3324589_deel-4-van-de-bespreking-van-de-bundel-ausnahmezustand-zeugnisse-von-betroffenen-hochschulen-im-deutschsprachigen-raum-seit-dem-7-oktober?_x_tr_sl=auto&_x_tr_tl=de&_x_tr_hl=de&_x_tr_pto=wapp
Wir würden uns freuen, wenn der Band, dem wir eine hohe gesellschaftspolitische Relevanz zumessen, Ihr Interesse findet.
Mit freundlichen Grüßen
Julia Bernstein
Roglit Ishay
Ilja Kogan
Marek Sierka
ANTISEMITISMUS DEFINIEREN. ANLEITUNG ZUR ABGRENZUNG
Während die Diskussionen um Antisemitismusdefinitionen immer unzugänglicher werden, hat die Ideologie in ihrer öffentlichen Wahrnehmung nichts von ihrem Rätselcharakter verloren.
Die Bestimmung und damit die Bekämpfung von Antisemitismus wird durch zahlreiche alltagspraktische wie akademische Mythen erschwert: Antisemitismus wird unter Rassismus subsumiert, zum Vorurteil gemacht, als Aspekt gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit gelesen oder zum Wahn erklärt. Obwohl diese Deutungsversuche etwas treffen, reduzieren sie Antisemitismus doch immer nur auf einen Teilaspekt.
In »Antisemitismus definieren« machen der Sozialphilosoph Nikolas Lelle und der Sozialpsychologe Tom Uhlig diese Mythen produktiv. Sie fragen nach ihrer subjektiven und gesellschaftlichen Attraktivität, und arbeiten ihren wahren Kern heraus, um einen Antisemitismusbegriff zu gewinnen, der dem Gegenstand gerecht wird.
Detaillierte Angaben zum Band finden Sie hier:
https://www.verbrecherverlag.de/shop/antisemitismus-definieren/

